Verödung von Besenreisern und retikulären Krampfadern
Sehr geehrte Patientin! Sehr geehrter Patient !
Die Verödungsbehandlung zu der wir raten bedarf Ihrer Einwilligung. Daher möchten wir Sie in diesem Merkblatt vorab über die Behandlungsmethode sowie mögliche Risiken und Komplikationen informieren. Dann noch auftretende Fragen können in einem persönlichen Aufklärungsgespräch mit dem behandelnden Arzt geklärt werden.
Besenreiser und retikuläre Krampfadern sind feine Blutgefäße in oder unmittelbar unter der Haut, die sich im Rahmen eines Krampfaderleidens oder auch unabhängig davon erweitert haben. Für sich alleine machen sie im Unterschied zu Krampfadern nur selten Beschwerden oder Komplikationen wie Entzündungen, Blutungen oder Hautveränderungen. In der Regel werden sie jedoch als kosmetisch störend empfunden. Die Verödungsbehandlung von Besenreisern und retikulären Krampfadern bedeutet, daß ein Medikament in das Blutgefäß injiziert wird. Dadurch wird in dem Gefäß eine Entzündung hervorgerufen, wodurch sich dann unter zusätzlicher Kompression von außen durch einen Verband das Blutgefäß verschließt.
Die Therapie ist in den meisten Fällen wirksam, eine Garantie kann jedoch nicht übernommen werden. Auch kann es zu Rezidiven kommen. üblicherweise stellt die Verödung von Besenreisern und retikulären Krampfadern ein risikoarmes und nebenwirkungsarmes Verfahren da. Dennoch kann es trotz korrekter Durchführung der Behandlung zu folgenden Komplikationen kommen:
- Entzündungen, Schwellungen oder Verhärtungen (auch noch nach Wochen). Sie können durch kleine Stichinzisionen, Verbände und Salben behandelt werden.
- Reizungen kleiner Hautnerven können zu einem Taubheitsgefühl kleiner Hautflächen führen. Dies bildet sich in der Regel zurück.
- Kosmetisch störende Fleckenbildung und Hautverfärbungen, Dauer 6-12 Monate nach Therapie, manchmal lebenslang
- ausbleibendes Verschwinden der verödeten Blutgefäße und Bildung neuer Besenreiser.
- Meidung von Sonne 1 Monat nach Therapie
- Tragen eines Kompressionsstrumpfes 24 Stunden dauerhaft, dann 3-4 Wochen
- Notwendigkeit der Wiederholung der Behandlung nach 1-2 Wochen
Extrem selten kommt es zu schwerwiegenden Komplikationen wie die Bildung eines Hautgeschwürs mit anschließender langwieriger Wundbehandlung, das Auftreten einer allergischen Reaktion bis zum Schock oder die Entwicklung einer Thrombose in den tiefen Venen mit evtl. auftretender Lungenembolie. Vorraussetzung für eine Verödungsbehandlung sind:
- keine Schwellung am Bein
- nach der Behandlung sollte man eine halbe Stunde gehen
- der Kompressionsverband sollte für 24 Stunden getragen werden
- keine Schwangerschaft
- keine Thrombosen oder Bluterkrankungen in der Vorgeschichte
- keine Probleme und Nebenwirkungen bei früheren Verödungen
Sollten Sie weitere Fragen zur Verödungsbehandlung haben, beantworten wir diese gerne.
